Mentaltraining
Seit der frühesten Menschheitsgeschichte wurden Verfahren und Methoden entwickelt, um einen Zustand der Entspannung herbeizuführen. Suggestion gehört zu den ursprünglichsten Heilmitteln, tranceinduzierte Techniken finden sich bei den Medizinmännern der Naturvölker (Schamanismus) oder in den Religionen vor allem asiatischer Völker.
Zu den wissenschaftlich entwickelten Entspannungsmethoden zählen neben den u.g. Verfahren auch das Biofeedback-Verfahren und die moderne Hypnose.
Beim Autogenes Training (AT) nach Prof. Johannes Heinrich Schultz (1884 - 1970) wird die Aufmerksamkeit auf die eigenen Körperempfindungen gelenkt. Wir spüren z.B. den rechten Arm und vergegenwärtigen uns das Erlebnis von angenehmer Schwere und Wärme, wie wir es nach körperlichen Anstrengungen kennen. Das AT leitet den Übenden dazu an, mit Hilfe verschiedener Formeln, die Aufmerksamkeit auf das Erleben von Entspannungsempfindungen wie Schwere, Wärme, Ruhe, ruhigen, gleichmäßigen Puls, warme, angenehme Ströme in der Magengegend und Kühle auf der Stirn zu empfinden. In der Fortgeschrittenenstufe kann der Übende mit persönlich zugeschnittene Formeln die Entspannung differenzieren und vertiefen. In der Oberstufe lernt der Übende sich tiefer zu versenken und erwirbt in der autogenen Meditation tiefere Einsichten und Impulse zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung.
Bei der Progressive Muskelrelaxation (PMR) nach Edmund Jacobson (1885 - 1976), spannt der Übende nacheinander verschiedene Muskelgruppen an und entspannt sie wieder. Er konzentriert sich auf den Kontrast der Anspannungs- und Entspannungsempfindungen, seine Aufmerksamkeit wird von den äußeren Alltagsgedanken weg und hin zu der inneren Wahrnehmung gelenkt. Zu der körperlichen Entspannung erfolgt auch die mentale Entspannung.

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